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Stadt Aachen

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Die Stadt Aachen befindet sich im Westen von Rheinland-Pfalz und liegt am Dreiländereck Belgien-Deutschland-Niederlande. Aachen ist seit Jahrhunderten für ihre Quellen bekannt, von welchen sich auch der Name der Stadt ableitet.

Im Mittelalter war sie bekannt unter den lateinischen Namen „Aquisgranum“, welcher so viel bedeutete wie „von den warmen Wässern“; und auch der heutige Name verweist auf die Bedeutung der Quellen. Der Name Aachen wurde von dem altgermanischen Wort „Ahha“ abgeleitet, welches Wasser bedeutet.
Aufgrund dieser günstigen Lage kann die Stadt, in welcher heute ca. 260.000 Einwohner leben, auf eine lange Geschichte zurückblicken. Obwohl die Stadt unter dem Namen „Aquis Villa“ erst im Jahr 765 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde, zeugen vielerlei Merkmale von einer früheren Besiedlung. Am Klausberg wurden zahlreiche Hügelgräber aus der frühen bis mittleren Bronzezeit gefunden, die auf eine Besiedlung des Gebietes zwischen ca. 1000 bis 100 v. Chr. hinweisen. Später wurden die Quellen von den Römern benutzt, welche mit dem Bau von Straßen, Tempeln und Thermen die Stadt nachhaltig prägten. Im Mittelalter beeinflussten die Kaiser den Ausbau der Stadt.

Das Wahrzeichen der Stadt Aachen ist der Aachener Dom. Dem Auftrag zum Bau des Doms gab König Karl der Große im Jahr 788. Im Jahr 805 wurde die Pfalzkapelle, der heutige Dom, von dem im Jahr 800 gekrönten Kaiser Karl der Große eingeweiht. Er war der erste Kaiser, welcher im Dom zu Aachen beigesetzt wurde. Der Dom hat eine besondere Bedeutung für Aachen, da dieser 600 Jahre lang Krönungsort deutscher Könige war. Der erste Kaiser, welcher im Dom gekrönt wurde, war Otto I. im Jahr 836. Bis zur letzten Krönung, die Ferdinands I., im Jahr 1531 wurden im Dom über 30 römisch-deutsche Könige gekrönt. In der Schatzkammer des gotischen Kuppelbaus werden heute verschiedene Kunstwerke karolingischer, ottonischer und staufischer Zeit aufbewahrt. Desweiteren beherbergt der Dom den Goldenen Altarapfel, das Lotharkreuz, den Barbarossa Kronleuchter und den Marmorthron Karl des Großen. Im Jahr 1978 erklärte die UNESCO den Aachener Dom zum Weltkulturerbe.

Im heutigen Stadtgebiet sind überall Reste des historischen Doppelmauerrings zu finden. Der Bau der ersten Stadtmauer begann im Jahre 1171 und diese wird heute als Barbarossa Mauer bezeichnet. Der Lange Turm und der Pulverturm sind die einzigen Türme, welche heute noch erhalten sind, sowie zwei von den ehemals elf Stadttoren: Das Marschiertor und das Ponttor. Das Marschiertor wurde im Jahr 1257 erbaut und einst als Waffenplatz genutzt. Später fungierte es schließlich als Abstellkammer und Jugendherberge. Der Lange Turm wurde im Zuge des Baus der zweiten Stadtmauer im 14. Jahrhundert erbaut. Er war einst der höchste Turm der zweiten Stadtmauer und diente zeitweise als Pulverdepot, welches ihm den Namen Pulverturm gab. Heute wird der Turm als Studentenwohnheim genutzt.
Den Mittelpunkt der Stadt bildet der Aachener Markt. Der dreieckige Platz befindet sich vor dem heutigen Rathaus. Das erste Rathaus der Stadt wurde bereits 1267 erbaut, und als Grashaus bezeichnet. In den Jahren 1330-1346 baute man die Aachener Pfalz zum Rathaus um, doch die Barocktürme und das Dach fielen einem Brand im Jahr 1883 zum Opfer. Diese wurden restauriert, allerdings wurde das Gebäude während des Zweiten Weltkrieges erneut stark beschädigt und es dauerte bis in die 1970er Jahre bis das Gebäude wieder vollkommen restauriert war. Desweiteren befindet sich das älteste Brunnendenkmal der Stadt auf dem Markt: Der Karlsbrunnen. Der Brunnen zeigt Karl den Großen mit Zepter und Reichsapfel in der Hand und die Schale, welche als ältester Teil des Wasserspiels im 17. Jahrhundert erbaut wurde.

Aufgrund der Lage an Aachens an mehreren sprudelnden Quellen, gibt es neben dem Karlsbrunnen noch zahlreiche weitere kunstvolle Brunnen. Der bekannteste dieser Brunnen ist der Elisenbrunnen. Mit dem Bau des Elisenbrunnens sollte ein Trinkbrunnen mit dem Heilwasser der nahegelegenen Kaiserquelle geschaffen werden. Im Jahr 1822 wurde mit dem Bau begonnen, welcher schließlich im Jahr 1827 mit der Eröffnung fertig gestellt wurde. Der Brunnenkomplex besteht aus einer Wandelhalle mit Säulen, welche durchquert werden muss um zum Brunnen zu gelangen. Gedenktafeln erinnern an prominente Gäste wie Friedrich der Große und Georg F. Händel, welche die heilende Kraft der Quelle in Anspruch genommen haben. Allerdings wurde der Elisenbrunnen während des Zweiten Weltkrieges zerstört, doch bald darauf nach den Originalplänen wieder aufgebaut. In den Carolus Thermen zirkuliert das heilende Wasser der Aachener Quellen. Die im Jahr 2001 eröffneten Quellen besitzen eine Kaltwassergrotte und eine Heißwassergrotte, welche beide mit Massagedüsen versehen sind.

Aachen ist eine sehr kulturorientierte Stadt. Bereits im Jahr 1751 eröffnete das erste öffentliche Theater in Aachen. Aufgrund der großen Begeisterung öffneten in Aachen gleich mehrere Bühnen. Das Theater Aachen führt in mehreren Spielstätten Darbietungen aus dem Bereich Tanz, Schauspiel und Oper auf.
Neben der Kunstsammlung in der Schatzkammer des Domes sind in der Stadt auch Werke moderner Kunst ausgestellt. Im Ludwigs Forum, die Sammlung des Ehepaars Ludwig, sind Werke der modernen Künstler Andy Warhol, Jörg Immendorff und Roy Lichtenstein zu finden.
Das Heimatmuseum der Stadt Aachen befand sich bis zum Jahr 2010 in der Burg Frankenberg. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert als Wasserburg errichtet und seither mehrfach umgebaut und saniert. Die letzte Instandsetzung fand im Jahr 1971 statt, weshalb sie auch heute noch in einem guten Zustand vorzufinden ist. Das Heimatmuseum hat zum 1. September 2010 geschlossen und die Sammlung wird erst zur Eröffnung des Centre Charlemagne im Jahr 2012 wieder freigegeben.

Eine Besonderheit der Stadt Aachen ist die Verleihung des Karlspreises. Dieser wird jedes Jahr für die Verdienste für Europäische Einigung vergeben und beinhaltet eine Medaille, Urkunde und einen symbolischen Geldpreis.
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